Von:
Susanne Niemeyer

e-traeumen.de

Ich träume davon, mit einem Schiff nach Amerika zu reisen. Nein, nicht auf einem dieser glatten Kreuzfahrtriesen, ein Frachter soll es sein, an dessen Deck ich stehe, wenn wir frühmorgens New York erreichen. Sonnenaufgang. Skyline. Freiheitsstatue. Ach!

Und dann stelle ich mir vor, wie es wäre, eine „Was-ich-schon-immer-tun-wollte-Liste“ anzulegen. Segeln lernen, würde ich darauf setzen. Und einen Garten bepflanzen mit alten Rosen- und Tomatensorten. Ein Jahr im Kloster leben, eine Katze haben, eine Pension eröffnen mit luftigen Zimmern. Abends würde ich für die Gäste Suppe kochen.

Ich weiß: Vieles davon wird Phantasie bleiben. Und wenn schon – es gibt Träume, die müssen nicht sofort wirklich werden. Vielleicht werden sie es nie. Aber es ist schön, sie zu träumen.

Also eine Liste voll vertaner Chancen? Im Gegenteil: dann und wann holte ich sie neugierig hervor. Sieh her, würde ich denken, das Leben bietet tausend Möglichkeiten. Und vielleicht irgendwann, wenn die Zeit reif ist, ergreife ich eine davon. Und selbst wenn aus der Pension nur ein Suppenessen mit Freunden wird – was für ein Traum!